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Häufige Fragen und Antworten (FAQ)


Frage 1. Wie setzt sich der Kraftstoffpreis zusammen?


Antwort: Der Kraftstoffpreis setzt sich aus drei Komponenten zusammen: Wareneinstand, staatliche Abgaben und Marge.

Der Wareneinstand ist der Preis, der für das fertige Produkt Kraftstoff auf dem internationalen Beschaffungsmarkt (Europa: Rotterdam) gezahlt werden muss. Dieser Preis ist von Faktoren wie Rohölpreis, Dollarkurs und der Angebots- und Nachfragesituation auf dem Weltmarkt abhängig. Bei der Preisbildung an den internationalen Märkten spielen politische wie psychologische Faktoren ebenfalls eine Rolle: Krisen, Kriege oder Prognosen zur künftigen Preisentwicklung können den Preis beeinflussen.

Den mit Abstand größten Teil beim Kraftstoffpreis machen die staatlichen Abgaben aus. Über 70 Prozent entfallen auf die Energie- und die darin enthaltende Ökosteuer sowie auf die Mehrwertsteuer. Zusätzlich sind Mineralölunternehmen verpflichtet, einen Beitrag an den deutschen Erdölbevorratungsverband (EBV) zu zahlen – für die Einlagerung von Mengen für mögliche Krisenzeiten.

Die Marge deckt alle anfallenden Kosten beim Unternehmen, beispielsweise die Spedition zur Tankstelle oder die Vertriebs- und Verwaltungskosten. Außerdem wird hieraus die Provision für den Tankstellenunternehmer bezahlt.

Mehr über die Zusammensetzung des Kraftstoffpreises, finden sie auf der Seite www.mwv.de.



Frage 2. Warum sind die Kraftstoffpreise bei allen Wettbewerbern gleich?

Antwort: Wegen der hohen Preistransparenz können an einer Tankstelle selbst geringfügig höhere Preise als die der Wettbewerber sofort zu Absatzverlusten an dieser Station führen. Auf Preissenkungen eines Wettbewerbers muss daher schnell reagiert werden. Dies führt zu einem kontinuierlichen Preisverfall, der an einem bestimmten Punkt durch Preiserhöhungen wieder aufgefangen wird. Auslösender Faktor für Preiserhöhungen ist also die kontinuierliche Senkung in der gesamten Branche sowie ein Anstieg der Produktpreise auf dem für Europa preisbestimmenden Rotterdamer Markt, der alle Wettbewerber gleichermaßen trifft.


 

Frage 3. Was ist Super E10?


Im Vergleich zu den bisherigen Superkraftstoffen, die bereits eine Bioethanolbeimischung von 5% haben, werden dem Super E10 10% Bioethanol beigemischt.


Da nicht alle Kraftfahrzeuge den neuen Superkraftstoff mit 10% Bioethanol vertragen, muss sich jeder Autofahrer vor dem erstmaligen Tanken von Super E10 vergewissern, ob sein Fahrzeug auch Super E10 verträgt.


Dies geschieht am einfachsten mit der rechtsverbindlichen Übersicht der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH unter dem Link

www.dat.de/e10liste/e10vertraeglichkeit.pdf.


Hier sind alle Fahrzeuge aufgeführt, die keine 10%-ige Bioethanolbeimischung vertragen. Die sog. E10-Verträglichkeitsübersicht, auch DAT-Liste genannt, ist im Auftrag der Hersteller und Importeure erstellt worden. Informationen sind auch unter www.adac.de/e10 verfügbar.


93% aller Fahrzeuge und 99% aller deutschen Hersteller

vertragen Super E10!

 

Fahrzeuge, die kein Super E10 tanken dürfen, können weiterhin die Kraftstoffe Super oder Super Plus tanken. Super und Super Plus haben weiterhin eine Bioethanolbeimischung von 5%. Jedoch kostet Super und Super Plus in der Regel mehr als Super E10. Wenn Autofahrer noch Unsicherheiten über die Verträglichkeit von Super E10 haben sollten sie sich an Ihren Hersteller wenden.


 



Frage 4. Benzingutscheine bis 44 Euro als steuerfreie Sachzuwendung?


Antwort: Als Arbeitgeber dürfen Sie Ihren Arbeitnehmern Sachlohn bis 44€ im Monat lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei zuwenden. Von einem Sachbezug ist auszugehen, wenn der Arbeitnehmer nur einen Anspruch auf Zuwendung einer Sache hat und keinen Barbetrag beanspruchen kann.
Die Finanzverwaltung hat zwischenzeitlich die Beurteilung des BFH übernommen. Konsequenz ist, dass es sich auch dann um einen Sachbezug handelt, wenn

  • Sie Ihrem Arbeitnehmer eine Tankkarte überlassen, mit der dieser zu Ihren Lasten bei einer bestimmten Tankstelle bis zu einem Höchstbetrag von 44 € im Monat tanken kann,
  • Sie Ihrem Arbeitnehmer einen Benzingutschein ausstellen, der ihn berechtigt, bei einer Tankstelle seiner Wahl Benzin bis zum Betrag von 44€ zu tanken (Ablauf: der Arbeitnehmer zahlt den Betrag und der Arbeitgeber erstattet ihm diesen anschließend gegen Vorlage der Benzinquittung),
  • Sie Ihrem Arbeitnehmer, z.B. anlässlich seines Geburtstages, einen 20€-Geschenkgutschein von einer Einzelhandelskette überlassen.

 

Die monatliche Freigrenze von 44€ darf nicht überschritten werden, weil ansonsten der gesamte Betrag zu versteuern ist. An der Zapfsäule einer Tankstelle kann es leicht passieren, dass der Arbeitnehmer exakt für 44€ tanken will und dabei unbeabsichtigt diesen Grenzbetrag geringfügig überschreitet. Hat der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer eine Tankkarte (Kreditkarte) überlassen, wird der Betrag, der nun höher als 44€ ist, von Ihrem Konto abgebucht. Konsequenz: Der Grenzwert von 44€ wird überschritten, so dass der Gesamtbetrag als Arbeitslohn versteuert werden müsste.

Aber! Die Finanzverwaltung hat diese Situation entschärft. Das Finanzamt akzeptiert, dass es sich um einen lohnsteuer- und sozialversicherungsfreien Sachbezug in Höhe von 44€ handelt, wenn der Arbeitnehmer den Betrag, der über 44€ hinausgeht, an Sie zurückzahlt.

 

Praxis-Beispiel:

 

Sie stellen Ihrem Arbeitnehmer eine Tankkarte zur Verfügung, mit der er einmal im Monat bis zu einem Betrag von 44€ auf Ihre Kosten tanken darf. Der Arbeitnehmer tankt im Oktober 2016 für 44,10€, die Ihrem Konto belastet werden. Zahlt Ihr Arbeitnehmer die 0,10€ zurück, dürfen Sie 44€ als lohnsteuer- und sozialversicherungfreien Sachbezug behandeln.

Praxis-Tipp: Gerade beim Tanken ist es schwierig, den Grenzwert vonn 44€ einzuhalten. Sie sollten deshalb den Lösungsvorschlag der Finanzverwaltung nutzen, indem Sie vereinbaren, dass Ihr Arbeitnehmer Ihnen einen eventuell übersteigenden Betrag erstattet (ggf. als Abzug vom Arbeitslohn). Diesen Vorgang sollten Sie schriftlich festhalten. Dann können Sie monatlich 44€ als lohnsteuer- und sozialversicherungsfreien Sachbezug behandeln.

 

 
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